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2,5 Wochen Canadian Rockies: Wie wir aufgehört haben, Wasser zu schleppen

2,5 Wochen Canadian Rockies: Wie wir aufgehört haben, Wasser zu schleppen

Canmore, früh am Morgen. Die Luft riecht nach Fichtennadeln und kaltem Stein, die Three Sisters liegen noch im Nebel. Wir sind zweieinhalb Wochen unterwegs, von Canmore über Banff und den Icefield Parkway bis nach Jasper, und haben uns eine Liste an Wanderungen vorgenommen, die es in sich haben: Tentridge Horseshoe, Sentinel Pass über Moraine Lake, Lake Louise. Lange Tage, viel Höhenmeter, und an jeder zweiten Ecke ein Bach, ein See oder ein Gletscherzulauf, der einlädt, einfach mal die Hand reinzuhalten.

Das Problem an diesen Gewässern: Sie sehen alle aus wie aus der Werbung für stilles Wasser, glasklar, eiskalt, fotogen. Was man ihnen nicht ansieht, sind die Mitbewohner, die sich Giardien (Bakterien) nennen und einem den restlichen Urlaub ziemlich gründlich verderben können. Also entweder man trägt von Anfang an genug Trinkwasser für den ganzen Tag, was bei 18 Kilometern und 900 Höhenmetern ordentlich auf die Schultern geht, oder man findet eine bessere Lösung.

Unsere bessere Lösung war die QOOL Bottle. Sie hat eine UV-Lampe eingebaut, die das Wasser in 180 Sekunden desinfiziert, und damit konnten wir an fast jeder Quelle auffüllen, statt den ganzen Tagesbedarf von Beginn an zu schleppen. Flasche rein ins Wasser, drei Minuten warten, weitergehen. Kein Filtern, kein Abkochen, kein ängstliches Beäugen des Bachs.

Der Praxistest auf dem ersten langen Trail: Teahouse Trail am Lake Louise

Am intensivsten getestet haben wir das Ganze am Lake Louise, einem Trail, bei dem man auf dem Parkplatz noch sehr motiviert ist und nach zwei Stunden anfängt, jeden unnötigen Gegenstand im Rucksack zu hinterfragen. Steile Anstiege, kurze Schneefelder, auf halber Strecke ein Bach, eindeutig zu schön, um daran vorbeizulaufen. Bottle reingehalten, drei Minuten Pause, die man sowieso gebraucht hat, und weiter ging's mit vollem Tank statt mit leerer Flasche und schlechtem Gewissen.

Sentinel Pass, Tentridge Horseshoe: Mehr vom Gleichen, mit noch besserer Aussicht

Die restlichen Touren liefen nach einem ähnlichen, sehr angenehmen Muster ab. Am Floe Lake, smaragdgrün und umrahmt von der fast senkrecht aufragenden Bergwand, gab es genug kleine Gletscherzuläufe zum Auffüllen. Am Sentinel Pass, hochalpin mit Blick auf die Ten Peaks, waren es Schneefelder und Schmelzwasserbäche. Überall das gleiche Prinzip: nicht vorausplanen, wie viel Wasser man tragen kann, sondern unterwegs auffüllen, wo gerade Wasser ist.

Unser Fazit nach zweieinhalb Wochen

Wir sind beide keine Ultraleicht-Fanatiker, die jedes Gramm im Rucksack wiegen, aber irgendwann merkt man, wie befreiend es ist, nicht ständig Wasser zu rationieren oder vorauszuplanen. Die QOOL Bottle, einmal die 500ml für kürzere Tage, einmal die neue 750ml für die langen Etappen, hat genau das möglich gemacht. Mehr Trail und weniger Gepäck.