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Wer beim Camping in der Wildnis oder bei einem Festival nicht auf gekühlte Speisen und Getränke verzichten möchte, soll in der Qool-Box die ideale Lösung finden. Ohne Stromversorgung soll sie Inhalte tagelang frisch halten können. Doch hält die recht teure Kühlbox auch, was sie verspricht?


Sommerurlaub abseits von Hotelhochburgen und Ferienapartments: Camping liegt im Trend. Davon zeugen nicht zuletzt überfüllte Campingplätze, wo sich vom Großstadthipster bis zum betagten Dauercamper-Ehepaar alles tummelt. Mit Abenteuer und Natur hat das meist wenig zu tun. Wer jedoch Abgeschiedenheit sucht, muss in der Regel auf Annehmlichkeiten wie eine feste Toilette, WLAN oder gekühlte Lebensmittel verzichten. Für letzteres Problem verspricht die Firma Qool jetzt eine innovative Lösung: eine Kühlbox ganz ohne Strom, die den Inhalt bis zu zehn Tage kühlt. Doch hält die Qool-Box auch, was sie verspricht? ntv.de hat sie getestet.

Mit ihrem intensiven Blau ist die Box schon mal ein echter Hingucker. Wer es unauffälliger mag, kann sie auch für ein paar Euro mehr in Schwarz erwerben, dann aus recyceltem Material. Sonst ist die Box in ihrer Formensprache eher schlicht, dafür aber robust und widerstandsfähig. Einem unachtsamen Schlag gegen den Türrahmen oder auch einer rabiaten Fahrweise im Auto hält sie problemlos stand. Keine Spur von Dellen oder herausgebrochenen Stücken. Besonders praktisch: Man kann die Box sogar als Sitzgelegenheit nutzen. Der Hersteller bietet hierfür passende Sitzkissen an. Ob man dafür jedoch 45 Euro ausgeben möchte, muss jeder selbst entscheiden. Ein gängiges Polsterstück tut's auch.

Platz genug bietet die Box ebenfalls. Der Frühstückseinkauf, dazu ein bisschen Obst und Gemüse, eine Packung Milch, ein Tetrapak Saft und zwei Limo-Dosen lassen sich einfach verstauen. Für den Partyausflug passen locker zehn Flaschen Bier rein und selbst viele Weinflaschen können aufrecht hineingestellt werden. Dank der großen Griffe kann die Box zudem problemlos ins Auto oder an den Strand getragen werden - obwohl sie mit ihren zehn Kilogramm gerade im Vergleich zu Kühltaschen nicht gerade ein Leichtgewicht ist. 

Aus der Raumfahrt in die Kühlbox 

Nun aber zur eigentlichen Funktion der Qool-Box. Denn sie soll ja schließlich kühlen, über einen langen Zeitraum, ohne Strom. Und so viel sei schon verraten: Es funktioniert. Möglich machen es Vakuumisolationspanele, die auch in der Raumfahrt verwendet werden. In Kombination mit den großen Kühlakkus kann man so bedenkenlos seinen autarken Campingtrip oder zum Festival starten. Vorher sollte man allerdings ein paar Sachen beachten. So ist es ratsam, nur vorgekühlte Lebensmittel und Getränke in die Qool-Box zu packen. Zwar schafft die Box auch beispielsweise lauwarme Cola-Flaschen auf Kühlschrank-Temperatur herunterzukühlen, insgesamt verringert das die Kühlleistung aber erheblich. Außerdem sollte man versuchen, die Box so selten und so kurz wie möglich zu öffnen. Und die Kühlakkus müssen vor Benutzung mindestens zwölf Stunden ins Gefrierfach. Die Kühlelemente enthalten den Angaben des Herstellers zufolge sogenanntes Phase Change Material "und können Energie bei einer bestimmten Temperatur aufnehmen beziehungsweise abgeben", wie es auf der Qool-Website heißt. Was ausgefallen klingt, ist tatsächlich die gleiche Technologie, auf der alle Kühlakkus basieren. Dennoch bleiben die Kühlelemente von Qool gerade im Vergleich zu den meist blauen Standard-Akkus besonders lange kalt. Das mag vor allem an ihrer Größe liegen. Gleichzeitig ist diese aber auch ein kleiner Nachteil. 

Die Box schafft auch Eis 

Denn der Hersteller empfiehlt, alle vier mitgeliefert Kühlelemente zu verwenden und sie an die Seiten und oben auf die Ware zu legen, da Kälte immer nach unten geht. Tatsächlich hielt die Box auch in unserem Test auf diese Weise am längsten kühl. Wirklich praktisch ist es aber nicht. Die vier großen Akkus nehmen relativ viel Platz ein. Dadurch verliert man wertvollen Stauraum, vor allem für 1-Liter-Flaschen wird es eng, wenn obendrauf die Akkus gelegt werden. Von den 27 Litern Füllvolumen bei der M-Variante gehen so 5 Liter verloren. Will man die Box jedoch lediglich für Grillgut oder gekühlte Lebensmittel nutzen, funktioniert die Methode hervorragend. Selbst nach fünf Tagen stieg in unserem Test die Temperatur im Inneren von null auf nur fünf Grad. Der Quark war immer noch stichfest, der Käse hat nicht einmal geschwitzt. Selbst Fleisch hätte man noch bedenkenlos auf den Grill hauen können. Nur die Eiswürfel waren zu diesem Zeitpunkt - wenig verwunderlich - mehr Wasser als Eis. Für tiefgekühlte Produkte bietet der Hersteller ohnehin die "Standard Frozen"-Kühlelemente an, die TK-Lebensmittel bis zu zehn Tage tiefgefroren halten sollen. Testen konnten wir diese Variante nicht. Wer aber beim autarken Campen nicht auf Eiswürfel oder Speiseeis verzichten mag, kann sich die Akkus einfach nachbestellen. Mit 80 Euro für vier Stück ist das allerdings keine günstige Angelegenheit. 

Teuer, aber oho 

Damit sind wir auch schon beim größten Manko der passiven Kühlbox: dem Preis. Denn Qool bietet zwar einiges und hält beim richtigen Handling, was es verspricht, lässt sich das aber auch teuer bezahlen. In der Basisausstattung kostet die mittlere Variante mit vier Kühlelementen satte 400 Euro. Selbst für Marken-Kompressor-Kühlboxen müssen Kunden in der Regel weniger hinlegen. Dafür ist der Hersteller der Qool-Box so überzeugt von seinem Produkt, dass er 10 Jahre Qualitätsgarantie gibt. Und auch uns konnte das blaue Kühl-Wunder (abgesehen vom Preis) überzeugen. Egal, ob beim Tagesausflug an den Strand, während des Festivals oder im einwöchigen Urlaub an der Ostsee - die Qool-Box hielt die Lebensmittel frisch und die Getränke kalt. Nur bei längeren Reisen kommt sie nicht gegen ihre strombetriebenen Kollegen an. Nach acht Tagen war Schluss mit kühlschrankkalten Getränken. Dennoch: Wer bereit ist, das Geld zu investieren, wird es sicherlich nicht bereuen. Denn abgesehen von der stromlosen Funktion ist die Qool-Box in einem weiteren Punkt unschlagbar gegenüber Kompressor-Kühlboxen: Sie ist absolut leise. Kein nerviges Brummen, das vor allem nachts im Camper den Schlaf stört. So lässt sich die Natur abseits von überfüllten Campingplätzen genießen.

- Quelle: ntv.de


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Qool ohne Strom: Diese Kühlbox will Camping revolutionieren - n-tv.de